Montag, 18. Mai 2009

How to Workshop - Teil 2/3: Durchführung

Stunden vergehen, alle reden, niemand sagt was?
Hier verrate ich Ihnen einige meiner Erfolgsfaktoren für gelungene Workshops.

Teil 1 von 3: Vorbereitung
Teil 2 von 3: Durchführung
Teil 3 von 3: Nachbereitung

Sie allein haben es in der Hand
Gehen Sie am Tag zuvor nochmal alles durch (Wen habe ich eingeladen? Welche Erwartungen habe ich? Was will ich mit dem Meeting erreichen?) und seien Sie mind. 15 Minuten vor Beginn des Workshops an Ort und Stelle.
Bleiben Sie souverän. Bleiben Sie präsent. Seien Sie den Teilnehmern ein Vorbild.

Agenda und Ablauf
Klären Sie mit den Teilnehmern zu Beginn des Workshops die Agendapunkte und die dafür vorgesehenen Zeiten. Nehmen Sie Verbesserungsvorschläge, Einwände oder zusätzliche Themen der Teilnehmer in die Agenda auf oder notieren Sie sie auf einem eigens dafür vorbereiteten Flipchart.
Planen Sie Medienwechsel ein. Vor allem, wenn es um kleinteilige Themen geht, bei denen nicht immer alle Teilnehmer gleichermassen involviert sind.
Überraschende Aktionen bringen überraschend oft gute Ergebnisse.

Werkstatt
Workshops zeichnen sich aus durch Interaktion, gegenseitiges Lernen und die gemeinsame Arbeit an einem Thema. Halten Sie sich in der inhaltlichen Gestaltung deshalb fern von Frontalpräsentationen. Bringen sie die Spezialisten an einen Tisch, erlauben Sie den Austausch von Gedanken und den Blick über den Tellerrand.

Moderation
Ein Moderator sorgt dafür, dass auch wirklich die Punkte besprochen werden, die Sie sich vorgenommen hatten, er kann Konflikte entschärfen und auf die Zeit achten.
Hin und wieder kommt es während eines Meetings zu kollektiven Rauschzuständen, in denen euphorisch Entscheidungen getroffen werden, die sich zwei Tage später als völlig unbrauchbar herausstellen. Hier kann der nüchterne Blick eines Moderators „von aussen“ sehr hilfreich sein.

Dokumentation
Denken Sie als Workshop-Initiator erst gar nicht daran, das Treffen selbst zu dokumentieren. Organisieren Sie jemanden, der das für Sie erledigt.
In manchen Workshops kann es sinnvoll sein, statt des üblichen Protokolls bereits ein „richtiges“ Projektdokument zu verfassen. Besprechen Sie das vorab mit den Teilnehmern und binden Sie die Erstellung des Dokuments in den Verlauf des Workshops ein.
Halten Sie geklebte Punkte, sortierte Kärtchen und vergnügte Teilnehmer fotografisch fest.

Kommunizieren Sie Action Items

Wenn Sie das Meeting am Ende zusammenfassen, sorgen Sie dafür, dass die To Do’s für jeden Teilnehmer klar verständlich kommuniziert werden und auch in den Minutes (z.B. in einer gesonderten Liste) aufgeführt sind. Sorgen Sie dabei für eine direkte, aktivierende Sprache und konkrete Formulierung.

Dran denken!
Machen Sie Pausen.
Sorgen Sie für frische Luft und gute Stimmung.

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Donnerstag, 14. Mai 2009

Akoha - Come Play it Forward

Akoha ist ein Spiel, ein “social reality game”, das von zwei Web Entwicklern in Kanada erfunden wurde. Auf www.akoha.com schreiben sie: “We believe that we can use online communities to make the world a better place.”

Das Spiel geht so:

  • Man kauft online ein Karten-Set (wer einmal bei Akoha registriert ist, kann sich die Karten auch ausdrucken)
  • Auf jeder Karte befindet sich ein individueller Code sowie der Aufruf zu einer Aktion (z.B. Invite Someone for Coffee)
  • Ist die Mission erfüllt, überreicht man dem Begünstigten die Karte und bittet ihn, die Aktion online zu bestätigen
  • Der Empfänger der Karte kann dann wiederum die Karte weitergeben und -spielen

akoha_cards

Eine interessante Idee, die reale mit der virtuellen Welt zu verbinden, ein crossmedialer Ansatz.

Und jetzt?
Der Starter-Kit ist bestellt – erste Erfahrungsberichte demnächst hier.

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Montag, 11. Mai 2009

Wer oder was ist L1014?

L1014 ist der Name meiner Domain. Woher dieser Name kommt und was es damit auf sich hat, erfahren Sie im nachfolgenden Clip.

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Donnerstag, 7. Mai 2009

Kampagne VR Bank: Verschenktes Potential

“Was uns antreibt” ist das Thema der Image Kampagne der Volksbanken Raiffeisenbanken, die Anfang April 2009 startete.

Auf www.was-uns-antreibt.de werden aktuell 10 Menschen und deren Engagement portraitiert. Die Filme sind kurz und bisweilen sehr bewegend; erstklassig arrangierte Bilder und Momente. Schön und ein großer Schritt für die Website einer Bank: Besucher haben die Möglichkeit, Kommentare zu den einzelnen Geschichten zu hinterlassen.

http://www.was-uns-antreibt.de

Die Integration der Kampagne in die „reale“ Welt ist leider (noch?) nicht gelungen: In den Filialen weist oft nur ein armes und sehr kleinteiliges Plakat darauf hin. Über einen entsprechenden Link oder Banner stolpern die Nutzer der regionalen VR Websites lediglich durch Zufall, und auch die Möglichkeiten hinsichtlich Online Marketing erscheinen ungenutzt. Schade.

Weiterführende Links:
Kampagnen Website
Corporate Website VR Networld
Pressemeldung w&v, 02.04.2009

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Montag, 4. Mai 2009

How to Workshop - Teil 1/3: Vorbereitung

Stunden vergehen, alle reden, niemand sagt was?
Hier verrate ich Ihnen einige meiner Erfolgsfaktoren für gelungene Workshops.

Teil 1 von 3: Vorbereitung
Teil 2 von 3: Durchführung

Teil 3 von 3: Nachbereitung

Zuallererst
Denken Sie darüber nach, wie lange der Workshop dauern soll. Richtwerte: mind. 90 Minuten, max. zwei Tage.
Können Sie den Meetingraum vor Ort nutzen oder erscheint es sinnvoller, die Teilnehmer aus dem gewohnten Arbeitsumfeld herausholen?
Suchen Sie sich jemanden, mit dem Sie die Planung des Workshops besprechen können. Manchmal erscheint einem so ein Vorhaben wie eine grosse Last – und sie wird plötzlich viel leichter, wenn man sich dazu mit einer vertrauten Person austauschen kann.

Teilnehmer
Prüfen Sie die Verfügbarkeit der „Prio-A“-Teilnehmer telefonisch, bevor Sie die Einladung versenden. Ein Meeting, in dem die meisten Entscheidungen „später noch mit Frau/ Herrn Sowieso besprochen“ werden müssen, ist freud- und sinnlos.
Überlegen Sie, wer dabei sein muss (Entscheider, Betroffene), dabei sein kann (Informationsträger, Promoter) und darf (Praktikanten, Werkstudenten). Je mehr Teilnehmer desto langwieriger die Diskussionen. Und laden Sie nicht nur Ja-Sager ein.
Wer dokumentiert das Treffen und wer moderiert es? Im Idealfall sind das nicht Sie selbst. Wenn Ihnen keiner der Teilnehmer als Moderator geeignet erscheint, suchen Sie sich einen externen. Häufig kann Ihnen die Personalabteilung hierbei schnell weiterhelfen.

Agendaplanung
Sollten sich die Teilnehmer noch nicht kennen, planen Sie Zeit für eine Vorstellungsrunde, vielleicht sogar ein kleines Spiel ein. Und geben Sie sich und den Menschen Zeit, sich in dieser neuen Konstellation miteinander bekannt zu machen.
Wenn Ihre Teilnehmer etwas für die Veranstaltung vorbereiten oder durchlesen sollen, dann senden Sie diese Informationen eindeutig formuliert und rechtzeitig und erinnern Sie daran. Mehrfach. Explizit.
Pausen werden gerne nicht gemacht oder auf nachher verschoben. Stattdessen diskutiert man sich die Köpfe heiss und verdrückt nebenher ein paar blasse Brötchen im Stehen. Wenn Sie herausfinden wollen, was die Leute bewegt und wodurch sie sich motivieren lassen, dann machen Sie Pausen und verlassen Sie dafür den Meetingraum.
So zwischen Mittagessen und Kaffeestunde schaltet unser Gehirn gerne in Stand-by-Modus. Sorgen Sie für aktivierende Inhalte während dieser Zeit.
Kalkulieren Sie zum Ende der Veranstaltung eine abschliessende Feedback Runde ein, in der jeder Teilnehmer kurz und knapp seine Eindrücke schildern kann und in der die Ergebnisse des Meetings und die nächsten Schritte zusammengefasst bzw. skizziert werden.

Organisatorisches
In der Einladung an die Teilnehmer sollten folgende Informationen enthalten sein: Anlass des Treffens, Datum, Uhrzeit, Ort/Raum, Ziel des Workshops, zu erwartende Outcomes, wer soll was dafür vorbereiten, welche Dokumente sollten vorher gelesen werden.
Sorgen Sie für angenehme Bedingungen. Dazu gehört ein Raum mit Tageslicht und -luft, darin genug Platz für jeden Teilnehmer, kalte/warme Getränke und funktionierendes Material (Flipcharts, Pinnwände, Stifte, Beamer etc.).
Ein (selbstgebackener) Kuchen wirkt Wunder.

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